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Stühle Inspiration

 

Die Macht des Sitzens

Fast kein Möbelstück nimmt soviel Einfluss auf unseren Alltag wie der Stuhl. Rund zwei Drittel unseres wachen Tages verbringen heute wir sitzend. Doch der Stuhl kann noch vielmehr, er spiegelt Macht, er präsentiert Kunst, er spiegelt unser Selbstverständnis.

 

Besuchen wir unsere Freunde, nehmen wir Platz. Kommen wir abgearbeitet nach Hause, setzen wir uns hin. Gehen wir ins Theater, ins Kino, selbst im Stadion - wir wählen einen Sitzplatz. Fast immer wählen wir sehr direkt und ohne lange Überlegung den Stuhl als natürlichen Aufenthalt.

Doch wusstest du, dass der Stuhl mit Lehne eigentlich erst im späten Mittelalter als Sitzmöbel allgemeine Anerkennung fand. Und selbst damals wurde natürlich stark unterschieden, wer sein Hinterteil darauf niederlassen darf.

Wer sitzen durfte

Die ersten Sitzgelegenheiten waren Hocker oder Schemel und lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückdatieren. Doch die ersten Stühle mit einer bequemen Arm- und Rückenlehne waren Throne. Ägyptische Pharaos erlaubten sich den Luxus eines stark verzierten, mit Gold verkleideten Sitzmöbels, wie wir es heute kennen. Sie nutzten diese erhöhende Sitzposition um somit einen sichtbaren Rangunterschied zwischen sich und ihren Untergebenen zu schaffen.

Damit war der Standard gesetzt. Von nun an waren es vor allem die höher gestellten Schichten, der Adel, der Klerus, die sich auf bequemen Stühlen niederlassen durften und damit den Standesunterschied manifestierten. Erst im 16. Jahrhundert kamen die normalen Menschen in den Genuss des Sitzens. Damals war jeder Stuhl eine Extraanfertigung eines Tischlers. Als der erste Serienstuhl gilt der Thonet Stuhl des Österreichers Michael Thonet, der um 1850 auf den Markt kam und bis 1930 circa 50 Millionen mal gebaut wurde.

Dänische Designklassiker

Das 20. Jahrhundert ist das Zeitalter des skandinavischen Designs. In Dänemark entwickelt sich eine Designschule, die versucht Pragmatismus mit gutem Aussehen zu verbinden und dadurch Möbeldesign zu demokratisieren. Hier beschäftigt man sich mehr mit dem Stuhl als Alltagsphänomen und Gebrauchsgegenstand denn als Kunstobjekt. Mit dem widersprüchlichen Effekt, dass diese Sitzmöbel heute als Kunst gesehen werden und teilweise in Museen stehen.

In dieser Tradition stehen auch die aktuellen Designer und Möbelmacher aus dem Norden. Sie bereichern ihre Entwürfe zudem mit nachhaltig angebauten oder wiederverwerteten Materialien, so dass ihre Stühle einen möglichst kleinen Fußabdruck hinterlassen. 

Wohin geht die Reise?

Heute ist ausschlaggebend, dass unsere Stühle in erster Linie bequem sein sollten. Je nach Zweck, gilt es, ein Sitzmöbel zu schaffen, dass die natürlich Sitzhaltung unterstützt, dabei ein bisschen Bewegung zulässt und gerne das Zeug zu einem Klassiker hat.

Doch auch die Materialien, eine schadstofffreie Produktion und die Langlebigkeit eines Stuhles spielen eine immer größere Rolle bei der Auswahl. Somit spiegelt jeder Stuhl auch ein bisschen von dem Charakter und den Werten seines Besitzers wider und verrät - gewollt oder nicht - ein bisschen über uns und unsere Lebensweise. 

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